100 JAHRE OKTOBERREVOLUTION – BERGUNGSVERSUCH VERGANGENER TRÄUME

Datum: 
Freitag, 20. Oktober 2017 - 19:00
Ort : 

100 JAHRE OKTOBERREVOLUTION – BERGUNGSVERSUCH VERGANGENER TRÄUME

Freitag, 20. Oktober 19 Uhr, LC 36 (Ludolf-Camphausen-Straße 36)

Im Oktober 1917 machten sich russische ArbeiterInnen, BäuerInnen und
Soldaten daran, »alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein
erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen
ist«, wie es bei Marx in der Einleitung zur Kritik der hegelschen
Rechtsphilosophie heißt. Die Revolution brachte nicht nur »Land, Brot
und Frieden«, sondern verstärkte eine epochale Aufbruchstimmung der
Experimentierfreude und der Macht des »Volkes«. Die Überwindung von
Feudalismus, Zarenherrschaft und Religiösität sollte mit großem Elan und
radikal umgesetzt werden. Der Fluchtpunkt des freigesetzten utopischen
Potentials schlug sich in der Kunst und der jungen Filmkunst nieder.
Anknüpfend an den russischen Futurismus entstand eine neue Suchbewegung
in Malerei, Literatur, Architektur, Grafik, Film nach Innovation.
Träume, die kein Abbild der Wirklichkeit sein sollten, sondern der
Versuch eine Wirklichkeit durch Kunst nicht nur umzubilden, sondern
sogar neu zu erschaffen.

Wir laden euch ein mit uns in geselliger Runde einen kleinen Versuch der
Bergung der verganenen Träume zu wagen. Zur Verstärkung des utopischen
Potentials haben wir extra einen Wodkaexperten engagiert, der uns neben
Kostproben erklärt, wie Russ*innen dieses Zeug eigentlich trinken.

»Der Traum ist aus, aber wir werden alles geben, dass er Wirklichkeit
wird!« (Ton, Scheine, Scherben)

Eine Veranstaltung des Antifa AK Köln und Comrads