Großdemonstration: Enteignen statt Krise - eine klimagerechte Zukunft aufbauen!

Datum: 
Samstag, 27. August 2022 - 12:00
Ort: 
Köln Hohenzollernring
Kategorie: 
Veranstalter_in: 
Fridays for Future, Ende Gelände, Lützerath bleibt und RWE&co enteignen
Bild: 

++ Großdemonstration ++

Enteignen statt Krise - eine klimagerechte Zukunft aufbauen!

Fridays for Future, Ende Gelände, Lützerath Lebt und RWE & Co enteignen rufen
zur gemeinsamen Großdemo auf – sei dabei und trage mit uns deine Wut, aber
auch deine Hoffnung auf die Straße!

Der Kampf um Lützerath zeigt: Eine klimagerechte Energieversorgung muss nach
wie vor erkämpft werden.
Mehrere Millionen Menschen waren in den vergangenen Jahren wiederholt für
das Klima auf der Straße und haben vergeblich an Konzerne und Regierungen
appelliert. Die Zeit der Appelle ist nun vorbei.

Die Entscheidungen müssen in die Hände der gesamten Gesellschaft.
Es ist längst Zeit für den Kohleausstieg und erneuerbare Energien. Wir wollen als
Gesellschaft gemeinsam und demokratisch entscheiden, wie und wofür Strom
produziert wird!
Stattdessen werden diese Entscheidungen von großen Konzernen getroffen um
Profit zu erwirtschaften.

Das Problem sind die Eigentumsverhältnisse. Die Produktionsmittel – was wir
brauchen, um Güter produzieren zu können – gehören nicht uns allen, sondern
privaten Unternehmen. Die Produktion ist nicht ausgerichtet an unseren
Bedürfnissen, sondern daran, Profite zu vergrößern.

Um das zu ändern, müssen wir diese Stromkonzerne enteignen und die
Energieproduktion vergesellschaften!

Während das globale Klima rasant steigt und die Auswirkungen vor allem im
Globalen Süden zunehmen, spitzen sich weltweit die sozialen Krisen zu.

Wenn in der Corona-Pandemie eines klar geworden ist, dann, dass Regierungen
und der freie Markt absolut keine Lösungen für diese Krisen bieten können.
Das überlastete Gesundheitssystem und die aktuellen Krankenhausstreiks für
Entlastung zeigen das deutlich.

Egal in welcher Krise, von Armut betroffene und gesellschaftlich benachteiligte
Gruppen werden immer am stärksten getroffen.

Als soziale Bewegungen stehen wir zusammen auf der Straße und zeigen, dass
diese Krisen nicht auf unserem Rücken ausgetragen werden dürfen! Eine
klimagerechte Gesellschaft bedeutet unbedingt, dass sie nicht nur die
planetaren und klimatischen Grenzen achtet, sondern auch auf soziale
Bedürfnisse ausgerichtet ist.

Eine lebenswerte Umwelt lässt sich nicht gegen uneingeschränkten Zugang zu
Strom, beheizten Wohnraum und Gesundheitsversorgung ausspielen. Sie sind
Grundbedürfnisse und lassen sich nicht als Waren durch den Markt regeln!
Wir müssen jetzt alle zusammen den nächsten Schritt gehen.

Als Klimagerechtigkeitsbewegung haben wir uns vor Wälder und Dörfer gestellt
und diese gegen Staat und Konzerne verteidigt.
Und auch diesen Sommer werden viele Kämpfe geführt: Im August werden wir
mit Ende Gelände Gasinfrastruktur blockieren, ab September Lützerath gegen
Räumung und Abriss verteidigen und mit Rheinmetall Entwaffnen die
Kriegsindustrie lahmlegen.

Mittendrin ist diese Demo unsere Chance, gemeinsam zu zeigen: Diese Kämpfe
gehören alle zusammen!

Unsere Kämpfe verbindet die Forderung nach Enteignung.
Um die Eigentumsverhältnisse der gesamten Gesellschaft zu verändern,
kämpfen wir für eine vergesellschaftete Zukunft.

Doch mit dieser Demo ist es nicht getan. Nach dem 27.8. geht es direkt weiter!
Lasst uns deshalb nach der Demo gemeinsam Lützerath verteidigen. Darum
machen wir hier in der Stadt viel Lärm und darauf aufmerksam, dass – obwohl
das Thema Klima in aller Munde ist – die Politik auch im Jahre 2022 immer noch
den Konzernen den Weg ebnet, Dörfer für Braunkohleverstromung abzureißen.
Gemeinsam zeigen wir: Eine gerechtere Welt ist möglich.

Lasst uns gemeinsam eine
klimagerechte Zukunft aufbauen.
Enteignen statt Krise. Dafür kämpfen wir!