Psychiatriekritik, Zwang und Alternativen

Datum: 
Donnerstag, 18. Juni 2026 - 16:00
Ort: 
Café SSK Salierring 37
Kategorie: 

ab 16h offenes Café
ab 19h Vortrag und Diskussion:

Psychiatriekritik, Zwang und Alternativen

Was passiert, wenn Menschen in psychischen Krisen Hilfe brauchen? Wer entscheidet, was Hilfe ist? Und welche Alternativen gibt es zu Zwang, Fixierung und unfreiwilliger Einweisung?

Wir möchten gemeinsam über Psychiatrie sprechen – kritisch & selbstwirksam aus unterschiedlichen Perspektiven.

Zum Einstieg stellen wir den Fall Pedro aus Köln vor. Pedro befand sich im April 2026 in einer psychischen Krise, in der sich medizinische Hilfe zu einem gewaltvollen Polizeieinsatz entwickelte. Pedro wurde fixiert, erlitt einen schweren Sauerstoffmangel und liegt seitdem mit schweren Hirnschäden im Koma. Unabhängig von der rechtlichen Bewertung wirft der Fall grundlegende Fragen auf: Welche Alternativen hätte es gegeben? Warum führen psychische Krisen so häufig zu Polizeieinsätzen? Und wie können Menschen in Krisen besser geschützt werden? Was kann präventiv gemacht werden?

Anschließend sprechen wir über konkrete Alternativen zu Zwang: Vertrauenspersonen, Krisenpläne, Peer-Support, mobile Krisenteams und andere Ansätze, die in Deutschland und international bereits genutzt werden. Außerdem möchten wir diskutieren, wie freiwillige psychiatrische Angebote verbessert werden können – unabhängig davon, wie man zu Zwangsmaßnahmen steht.

Psychische Krisen gehören zum Leben vieler Menschen. Die Frage ist, wie wir als Gesellschaft darauf reagieren wollen.

Veranstalter*innen: Justice for Pedro
https://justiceforpedro.de/
https://wonderl.ink/@justiceforpedro