Was geschah im Gremberger Wäldchen?

Datum: 
Sonntag, 18. Oktober 2026 - 15:00
Ort: 
NS-Gedenkstätte im Gremberger Wäldchen
Kategorie: 
veranstaltende Gruppe: 
Jugendclub Courage
Bild: 

Sonntag, 18. Oktober 2026,
15 Uhr
 
WAS GESCHAH IM GREMBERGER WÄLDCHEN?
 
Rundgang über das Gelände des ehemaligen Krankensammellagers für Zwangsarbeiter:innen
 
Zwischen 1942 und dem 8. April 1945 befand sich im Gremberger Wäldchen, unmittelbar neben der Autobahn, ein „Krankensammellager“ für Zwangsarbeiter:innen aus Osteuropa.
Hunderte der zum Teil schwer erkrankten internierten Männer, Frauen und Kinder starben dort an medizinischer Unterversorgung, Mangelernährung und den katastrophalen hygienischen Bedingungen.
Am 8. April 1945 kam es im Zusammenhang mit der Räumung des Lagers durch Volkssturmtruppen, darunter auch Angehörige der Hitler-Jugend, zu schweren Verbrechen und der Ermordung zahlreicher Zwangsarbeiter:innen.

Bei dem Geschehen vom 8. April 1945 handelt es sich um das schwerste „Endphaseverbrechen“ auf Kölner Stadtgebiet.
Keiner der bekannten Täter wurde jemals von einem deutschen Gericht bestraft.
Die Existenz des Lagers und das Massaker sind vergessen und der Kölner Stadtgesellschaft heute nahezu unbekannt.

In der Nähe des ehemaligen Lagergeländes befindet sich am Ort eines Massengrabes eine kleine Gedenkstätte.
Informationen zum genauen Lagerstandort, dessen Ausdehnung, der Funktion des Lagers und den internierten Menschen, fehlen an diesem Ort jedoch fast vollständig.
 
Im Mai 2024 gründete sich die „Arbeitsgruppe Bodendenkmal“ als Teil des Bündnisses „Gremberger Wäldchen bleibt!“, das sich für den Schutz und vollständigen Erhalt des Wäldchens und gegen den Ausbau der Autobahn A4 einsetzt.
Mit Gedenkveranstaltungen, öffentlichen Führungen über das historische Lagergelände und anderen Aktionen, ist es der Arbeitsgruppe gelungen, eine Leerstelle im Gremberger Wäldchen ein wenig zu füllen.

Ilona Obergfell und Wolfgang Richter von der AG Bodendenkmal werden bei diesem Rundgang über die vergessene Geschichte des Lagers und die Planungen für einen dauerhaften Lern- und Erinnerungsort informieren.
 
Treffpunkt: NS-Gedenkstätte im Gremberger Wäldchen
 
Empfohlene Spende: 5–10 Euro

Eine Veranstaltung des Jugendclub Courage Köln e.V.
 
Anmeldung bis 16. Oktober unter info@jc-courage.de